Spielfilme 2026

Spielfilme 2026

A NIGHT LIKE THIS

Liam Calvert, Großbritannien 2025, 101 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln 

► Samstag, 24. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Heiligabend in London: Mitten in der Nacht begegnen sich zufällig zwei Männer, die sich beide am Tiefpunkt ihrer persönlichen Laufbahn befinden. Der schwule deutschstämmige Schauspieler Lukas ist arbeitslos und trägt sich mit Suizidgedanken, während die Geschäfte des einst so erfolgreichen Nachtclubbesitzers Oliver vor dem Bankrott stehen. Wie ihre Karrieren könnten auch die Charaktere der beiden nicht unterschiedlicher sein: Lukas ist einsam und introvertiert, Oliver kommunikativ und redegewandt.


Nachdem zunächst jeder für sich versucht hatte, seinen Kummer im Alkohol zu ertränken, beschließen sie nunmehr, den restlichen Abend mit einem gemeinsamen Streifzug durch die Londoner Kneipen zu verbringen. In intensiven Gesprächen lernen sie nicht nur einander, sondern auch sich selbst besser kennen. Gemeinsam schöpfen sie Trost und Kraft, um sich den Ungewissheiten der Zukunft zu stellen.


In der romantischen Tragikomödie A NIGHT LIKE THIS gelingt es Regisseur Liam Calvert, einfühlsam und überzeugend darzustellen, wie eine zufällige Begegnung zweier Menschen Zuversicht in einer vermeintlich ausweglosen Situation vermitteln kann.

Präsentiert von:  Kaffeebar Rossi

Das Logo vom QNN

BEAUTIFUL EVENING, BEAUTIFUL DAY

Ivona Juka, Kroatien/Polen/Kanada/Zypern/Bosnien-Herzegowina 2024, 136 Minuten

Kroatisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 19:30 Uhr

 Ein absolutes Highlight unserer Jubiläumsausgabe – in historischem Setting, aber von brennender Aktualität … nicht verpassen!


Jugoslawien 1957. Die vier offen schwulen Filmschaffenden Lovro, Nenad, Ivan und Stevan kämpften im 2. Weltkrieg als Partisanen gegen den Faschismus, geraten aber nun ins Visier der Staatsmacht, die ihrer bürgerlichen Herkunft, ihren freigeistigen Filmen und ihrem queeren Selbstbewusstsein mit Misstrauen begegnet. Als ihnen der Politoffizier Emir zur Überwachung vorgesetzt wird, nehmen sie den Kampf um ihre künstlerische Freiheit auf. Während Emir beginnt, das System zu hinterfragen und Sympathien für die vier Freunde zu entwickeln, zieht sich das Netz um diese immer enger zu.



Der aufwändig produzierte, in elegantem Schwarz-Weiß gehaltene Spielfilm war Kroatiens Beitrag zum Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2025 und gewann zahlreiche Publikumspreise, u. a. beim weltgrößten queeren Filmfestival Frameline in San Francisco und bei unseren QueerScope-Partnerfestivals in Esslingen und Freiburg. Der Film von Regisseurin Ivona Juka feiert die Solidarität, Integrität und Resilienz seiner Protagonisten im Kampf gegen staatliche Repression und zunehmende Queerfeindlichkeit. 

Präsentiert von:  Schwule Filmwoche Freiburg

Das Logo vom QNN

BOOKENDS

Mike Doyle, USA 2026, 99 Minuten

Englisch/Deutsch/Jiddisch mit deutschen Untertiteln

► Montag, 26. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Der verträumte junge Schriftsteller Nate lebt in New York City und versucht sich an seinem Erstlingswerk. Nates Schreibblockade ist jedoch sein geringstes Problem, als er herausfindet, dass sein Partner ihn betrügt. Tief gekränkt zieht Nate zu seinen Großeltern, die in einer Wohnanlage für jüdische Senior*innen leben. Während Nate sich in Selbstmitleid und seinem Bedürfnis nach Nestwärme zu verlieren droht, bemerkt er langsam, dass seine Großeltern ihn mindestens ebenso sehr brauchen wie umgekehrt. Und für zusätzliche Unruhe sorgt der charmante Arzt Daniel. Wird Nate seine Geschichte zu einem Happy End bringen?

Die turbulente Filmkomödie mit melancholischen Untertönen beruht auf persönlichen Erlebnissen von Drehbuchautor und Hauptdarsteller Noam Ash. Der Film meistert souverän die Balance zwischen Situationskomik und gefühlvollen, nachdenklichen Momenten. Statement von Regisseur Mike Doyle: „BOOKENDS feiert das wunderbare Durcheinander des Lebens, die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und die unzerbrechlichen Bande, die uns über Generationen hinweg mit denen verbinden, die wir lieben.“

Präsentiert von:  Checkpoint Hannover

DER HEIMATLOSE

Kai Stänicke, Deutschland 2025, 122 Minuten

Deutsche Originalfassung

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Das grandiose Langfilmdebüt von Kai Stänicke erhält bei den PERLEN 2026 den 11. QueerScope-Debütfilmpreis!


Nach 14 Jahren Abwesenheit kehrt Hein (Paul Boche) auf seine entlegene Heimatinsel in der Nordsee zurück. Die Dorfgemeinschaft schwankt zwischen Ablehnung, Neugier und Zweifeln daran, ob der Neuankömmling wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Nicht einmal die demenzkranke Mutter und die jüngere Schwester scheinen ihn wiederzuerkennen. Auch Heins Jugendfreund Friedemann (Philip Froissant) reagiert abweisend, nur Greta (Emilia Schüle) hält zu ihm. Und so muss sich Hein einem Tribunal der Inselbevölkerung stellen, mit dem seine Identität geklärt werden soll.


DER HEIMATLOSE erzählt eine universelle Geschichte vom Fremdsein in vertrauter Umgebung und von Macht und Unzuverlässigkeit der Erinnerung. Seine Weltpremiere feierte der Film auf der Berlinale 2026. Dort gewann er den Jurypreis beim Teddy Award sowie zahlreiche Preise auf weiteren Festivals. Die Filmparabel mit ihren kargen, eindrucksvollen Bildern und starkem Cast erinnert an Klassiker wie „Dogville“ (Lars von Trier) und „Rashomon“ (Akira Kurosawa). Selten war queeres Kino aus Deutschland so subtil und so vielschichtig!

Zu Gast:  Kai Stänicke

D

EINE SCHULE FÜR JANE CUMMING

Sophie Heldman, Deutschland/Schweiz/Großbritannien 2026, 114 Minuten

Deutsche Synchronfassung

► Samstag, 24. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Edinburgh, 1810. Die Lehrerinnen Jane Pirie und Marianne Woods haben ein Internat für Mädchen gegründet und leben damit ihren Traum von Freiheit und Unabhängigkeit. Als die 15-jährige Jane Cumming, Enkelin einer wohlhabenden Aristokratin und Tochter deren Sohnes und einer indischen Mutter, zu ihnen kommt, bleibt sie trotz aller ihrer Anstrengungen, Zugehörigkeit und Anerkennung zu erlangen, eine Außenseiterin.

Mit großer Sensibilität erzählt der Film von der jungen Jane, die auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit Entscheidungen trifft, deren Folgen unumkehrbar sind. Getragen von lyrischen, atmosphärischen Bildern fängt die Kamera die karge Lebenswelt und unberührte Natur Schottlands ein. Zugleich erzählt der Film von der tiefen, zunehmend leidenschaftlichen Zuneigung zwischen den beiden Lehrerinnen – einer Liebe, die in den damaligen Zeiten nicht gelebt werden konnte.

So entsteht ein Film, der historische Wirklichkeit mit großer visueller Sensibilität zum Leben erweckt. „Ein mitreißendes Historiendrama, aber auch ein bedeutendes Werk unserer Zeit“ (Filmkritik Kinozeit). Auf Grundlage der Lebensgeschichte von Jane Cumming erzählt Sophie Heldman in ihrem zweiten Langfilm ein eindringliches Justizdrama, das nah an den tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen bleibt.

Präsentiert von:  Bildungsverein

FANTASY

Kukla Kesherović, Slowenien/Nordmazedonien 2025, 98 Minuten

Slowenisch/Mazedonisch/Albanisch/BKS mit deutschen Untertiteln

► Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Drei junge Frauen in der trostlosen Plattenbausiedlung einer slowenischen Stadt. Perspektivlosigkeit, autoritäre oder gar keine Familienstrukturen prägen ihren Alltag. In einer beengenden Welt aus Gewalt, Patriarchat und Alkohol versuchen Jasna, Sina und Mihrije sich zu dritt im wörtlichen Sinne durchzuboxen oder zumindest geschickt an den alltäglichen Problemen vorbeizuschrammen. Insbesondere Mihrije, die aus einer albanisch-kosovarischen Familie stammt, droht im Spagat zwischen starren patriarchalen Regeln und gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit zu zerreißen. Da lernen die drei Freundinnen die faszinierende Transfrau Fantasy kennen. Mit Fantasy eröffnet sich ihnen nicht nur eine gänzlich neue Lebenswelt, sondern auch ein völlig unvertrautes Frauenbild. Kurzentschlossen begibt Mihrije sich mit Fantasy auf eine Reise in Fantasys Welt…



Regisseurin Kukla zeichnet das Porträt nicht nur von drei jungen Frauen im Spannungsfeld zwischen traditionellen Geschlechterrollen und Selbstbehauptung. Sie zeigt auch ein Bild einer Region Europas, die von ethnischer Vielfalt und nationaler Identität im Kontext ihrer ungeheuer komplexen Geschichte und zahlloser stereotyper Zuschreibungen geprägt ist.

Präsentiert von:  QueerUnity

HYGGE

Lena Fakler/Zarah Schrade, Deutschland 2026, 96 Minuten

Deutsche Originalfassung

► Montag, 26. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Ein Traum wird wahr: Lena und ihre Partnerin Minu nehmen als erstes lesbisches Paar an der Reality-TV-Show HYGGE teil und dürfen ein Traumhaus beziehen, um sich dort ihren langersehnten Familienwunsch erfüllen. Alles scheint perfekt für das junge Paar: Ein Haus, ein Leben ohne Sorgen, Familienglück. Mit offenen Armen werden sie sofort in die Gemeinschaft der bereits dort lebenden Paare aufgenommen. Für sie ist die Insel ein Ort, an dem sich jeder Wunsch erfüllen kann – wenn man das Kleingedruckte liest…

Die Autorinnen und Regisseurinnen Lena Fakler und Zarah Schrade zeichnen ihr dystopisches, in naher Zukunft spielendes Drama in die ausdrucksstarke Landschaft Norddeutschlands. Die prominente Besetzung der Hauptrollen spricht für sich: Eva Maria Jost (Lena) ist bekannt aus zahlreichen Krimi-Fernsehserien wie „Tatort“ oder „SOKO“. Sie war zudem Mitunterzeichnerin des Manifests #ActOut, einer Coming-Out-Initiative queerer Schauspieler:innen. Bayan Layla (Minu) wurde als Theater- und Filmschauspielerin mehrfach ausgezeichnet und u. a. beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin nominiert.

Präsentiert von:  Leinebagger

INVISIBLES

Junna Chif, Kanada 2025, 84 Minuten

Französisch/Englisch mit englischen Untertiteln

► Freitag, 30. Oktober 2026, 16:00 Uhr

Ein feministischer Film über zwei selten erzählte Lebenswelten: die Gemeinschaft von Sexarbeiter*innen und die Sexualität von Menschen mit Behinderungen – beide im Kino noch immer kaum sichtbar.

Die Burlesque-Tänzerin und Sexarbeiterin Elizabeth lebt lesbisch in einer Beziehung mit ihrer Partnerin. Sie liebt ihren Beruf, spürt jedoch den Wunsch nach Veränderung und nach neuem Sinn. Als sie Floyd trifft, den sie zunächst für ihren letzten Kunden hält, nimmt eine Entwicklung ihren Lauf, die sie an Grenzen, aber auch darüber hinausführt.


Mit großer Nähe verbindet dieser Film Dokumentarisches und Fiktion. INVISIBLES blickt sinnlich und ungeschönt auf eine oft verborgene Welt, ohne zu bemitleiden oder zu verklären. „Manche Szenen mögen schwer anzusehen sein, aber sie sind niemals mit der Absicht kreiert, Mitleid in der Öffentlichkeit zu wecken.“ Sinnlich, ungeschönt und überraschend menschlich rückt die Autorin Junna Chif in ihrem Spielfilmdebüt Menschen mit Behinderungen und selbstbestimmte Frauen in den Mittelpunkt, die wissen, was sie wollen und ihre Sexualität selbstbewusst leben.

Präsentiert von:  LSVD+ Niedersachsen Bremen

IVÁN & HADOUM

Ian de la Rosa, Spanien/Deutschland/Belgien 2026, 85 Minuten

Spanisch/Arabisch/Deutsch mit deutschen Untertiteln

► Donnerstag, 29. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Iván, ein junger Transmann, bekommt die Chance seines Lebens: Er soll zum Vorarbeiter der Verpackungshalle eines riesigen Gemüsebetriebs aufsteigen. Während der Einarbeitung trifft er die junge nordafrikanische Wanderarbeiterin Hadoum wieder, die er schon aus der Schule kennt. Sie fasziniert ihn sofort durch ihre spröde und unangepasste Art. Die beiden beginnen ein vorsichtiges Liebesverhältnis, doch unterdessen führen die Arbeitsbedingungen im Betrieb zunehmend zu Reibereien. Hadoum solidarisiert sich mit den Arbeiterinnen, während Iván aufgrund der langjährigen Beziehungen seiner Familie zu den Besitzern des Betriebs zum Vorarbeiter befördert wird. Der schwere Konflikt zwischen den beiden Liebenden ist durch diese Konstellation vorgezeichnet…

Ian de la Rosa, selbst trans, drehte in der unwirklich wirkenden Welt der spanischen Plastikplanen-Gewächshäuser. Der Film mit seinen wunderschönen, poetischen Bildern und seinem sanften Tempo verbindet auf geschickte Weise das Gerne des Liebesfilms mit dem des Sozialdramas.

Iván und Hadoum ist der erste abendfüllende Spielfilm Ian de la Rosa und gewann auf der Berlinale 2026 gleich den Teddy Award für den besten Spielfilm.

Präsentiert von:  BH Lounge

MANOK

Yujin Lee, Südkorea 2025, 122 Minuten

Koreanisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 17:00 Uhr

Nach dem Tod ihrer Mutter, einem Streit mit der queeren Community Seouls und mit Geldsorgen verlässt die exzentrische Manok ihre mit harter Arbeit aufgebaute Bar, langjährige Freundinnen und ihre charismatische Partnerin Geum-ja. In ihrer ländlichen Heimatstadt möchte sie einen Neuanfang wagen. Dort ist sie nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter und dem konservativen Weltbild der Mitmenschen konfrontiert, sondern auch mit ihrem aufbrausenden Ex-Mann, der als Bürgermeister die Stadt regelrecht schikaniert.

Doch die taffe Manok lässt sich nicht unterkriegen und versucht nach und nach, ihre Mitmenschen von ihrer toleranten und lebensfrohen Einstellung zu überzeugen. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte auf, als sie sich als Gegenkandidatin für die nächste Amtswahl aufstellen lässt.

Mit Manok bringt die Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin Yujin Lee frischen Wind auf die Leinwand und präsentiert ein humorvolles Porträt des Landlebens, das aufgewirbelt wird durch eine queere Person, die Raum und Respekt einfordert.

Präsentiert von:  Gaymeinsam für Hannover

MONTREAL, MY BEAUTIFUL

Xiaodan He, 2026, Kanada, 117 Minuten

Französisch/Mandarin mit deutschen Untertiteln

► Samstag, 31. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Feng Xia lebt seit vielen Jahren in Montréal und verkörpert nach außen das Bild der integrierten Migrantin, fürsorglichen Mutter und verlässlichen Ehefrau. Ihr Alltag ist geprägt von familiärer Verantwortung, traditionellen Wertvorstellungen und den Erwartungen ihres Umfelds. Als Feng Xia der lebensfrohen und unabhängigen Camille begegnet, gerät das vertraute Gefüge ihres Lebens ins Wanken. Die Begegnung der beiden Frauen wird zu einer Herausforderung für den bisherigen Lebensentwurf von Feng Xia.


Mit großer Sensibilität und atmosphärischer Dichte erzählt Regisseurin Xiaodan He die Geschichte einer Frau, die beginnt, ihr Leben neu zu hinterfragen und verdrängte Träume wiederzuentdecken. Dabei zeichnet der Film ein vielschichtiges Porträt von Frauen, die den Mut aufbringen, zwischen Verpflichtung und Selbstbestimmung ihren eigenen Weg zu suchen.


MONTREAL, MY BEAUTIFUL ist ein berührendes Drama über Liebe, Identität, Familie und die Kraft, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Mit fein gezeichneten Figuren und emotionaler Ehrlichkeit erzählt der Film von Tradition und Veränderung. Großartig in der Hauptrolle: Joan Chen („Der letzte Kaiser“, „Twin Peaks“).

Präsentiert von:  Queeres Netzwerk Weserbergland

NEWBORN

Alejandro Zuno, Mexiko, 2024, 104 Minuten

Spanisch mit deutschen Untertiteln

► Samstag, 31. Oktober 2026, 15:00 Uhr

Maria und Nicolás erwarten ihr erstes Kind. Mit viel Liebe richtet sich das junge Paar auf das neue Leben mit Baby ein. Jeder Handgriff ist von freudiger Erwartung geprägt – voller Zuversicht, Glück und der wunderbaren Gewissheit, dass nun ein ganz neuer, schöner Lebensabschnitt beginnt. Am Tag der Geburt verändert sich das Leben des jungen Elternpaares jedoch völlig unerwartet: Das Baby wird mit zwei Geschlechtsmerkmalen geboren, und die Eltern sehen sich vor eine unfassbar schwere Entscheidung gestellt.


Das Drama von Alejandro Zuno lädt das Publikum ein, die jungen Eltern auf ihrem Weg voller Ungewissheit, Unsicherheit und Vorurteile zu begleiten. In beeindruckend einfühlsamer und nachdenklicher Weise verwebt Zuno das Thema Intersexualität mit den Dynamiken in Familien und den gesellschaftlichen Debatten, die auf das Privateste und Intimste Einfluss nehmen.


Dem preisgekrönten Kurzfilm-Regisseur Alejandro Zuno gelingt mit NEWBORN ein herausragendes Spielfilmdebüt mit namhaftem Cast: Mayra Hermosillo (Maria) ist dem deutschen Publikum durch die Serie „Narcos: Mexiko“ bekannt. Das PERLEN-Team freut sich, auch in diesem Jahr wieder einen so gelungenen Film zum Thema Intersexualität zeigen zu können, der bereits auf mehreren Festivals ausgezeichnet wurde.

Präsentiert von:  Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

ON THE SEA

Helen Walsh, Großbritannien 2025, 111 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 30. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Ein abgeschiedener Ort an der rauen Küste von Nordwales. Ihr Einkommen erwirtschaften die Einwohner hauptsächlich mit der sehr mühsamen Muschelfischerei. Zusammen mit seiner Frau Maggie hat auch der Muschelfarmer Jack hart daran gearbeitet, für sich und seine Familie eine solide Existenz aufzubauen. Sein Leben scheint in geordneten Bahnen zu verlaufen. Doch die vermeintlich heile Welt gerät ins Wanken, als unvermittelt der jüngere Muschelfischereihelfer Daniel in der Gemeinde auftaucht. Die offene und provokante Art, mit der Daniel Jacks Attraktivität anspricht, weckt unterdrückte Gefühle und ein geheimes Verlangen in Jack, die sein bisheriges Leben in Frage stellen.



Nach THE VIOLATORS aus dem Jahr 2015 ist ON THE SEA bereits der zweite Spielfilm der englischen sehr erfolgreichen Schriftstellerin und Filmemacherin Helen Walsh. Der u. a. auf dem Edinburgh International Film Festival ausgezeichnete Film erzählt auf sehr behutsame und gleichermaßen schmerzhafte Weise, was es für einen Mann bedeutet, seine Gefühle in dieser von homophober Männlichkeit geprägten Umgebung möglichst zu verbergen, sich dann aber doch dazu entschließt, der inneren Stimme zu folgen und dem Verlangen nachzugeben. Ein großartiger Film mit einem ermutigenden Signal für die Liebe!

Präsentiert von:  MIQ – Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit Niedersachsen 

POOJA, SIR

Deepak Rauniyar, Nepal/USA/Norwegen 2024, 108 Minuten

Nepali/Maithili/Hindi mit franz. und deutschen Untertiteln

► Donnerstag, 29. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Für Pooja aus Kathmandu startet der Tag wie jeder andere: Sie macht sich fertig, frühstückt mit ihrem Vater und ihrer Partnerin und geht zur Arbeit. Nun soll sie als leitende Ermittlerin in einer kleinen nepalesischen Stadt die Entführung zweier Jungen aufklären, von denen einer aus einer sehr einflussreichen Familie der Region stammt.

Trotz der ohnehin angespannten Lage steckt in diesem Fall viel mehr als anfänglich angenommen, da die Ermittlungen durch Korruption, systematische Diskriminierung und die regen Proteste der marginalisierten Madhesi-Bevölkerung vor Ort beeinflusst werden. Mithilfe der einheimischen Polizistin Mamata muss Pooja durch die Vielschichtigkeit von Diskriminierung und Privilegien navigieren, während die Suche nach den Kindern ein Rennen gegen die Zeit bleibt.

Der Regisseur und Drehbuchautor Deepak Rauniyar verpackt in einer komplexen Erzählung eine nuancierte, länderübergreifende Gesellschaftskritik und den direkten Appell, seine Stimme für Gerechtigkeit einzusetzen. Inspiriert ist sein packender Krimi-Thriller durch reale Geschehnisse der turbulenten nepalesischen Bürgerproteste im Jahr 2015, während derer sich die Madhesi gegen anhaltende Diskriminierung und Korruption wehrten.

Präsentiert von:  Tandure

QUEEN OF COAL

Agustina Macri, Argentinien/Spanien 2025, 94 Minuten

Spanisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Carlita Rodríguez hat Geschichte geschrieben. Als Transperson will sie durchsetzen, dass auch Frauen – cis wie trans – den extrem harten Job in den Kohleminen Patagoniens machen dürfen. Den Respekt vieler Kollegen ihrer Schicht hat sie bereits errungen, nun muss Carlita den Kampf gegen ihre Arbeitgeberin antreten, einer Bergbaugesellschaft, deren Richtlinien Frauen die Arbeit im Flöz untersagen. Dieses Verbot beruht nicht nur auf traditionellen Rollenklischees, sondern auch auf einem uralten und weit verbreiteten Aberglauben. So wird aus Carlitas ganz persönlichem Weg eine veritable Revolution gegen Irrationalität, Vorurteile und Traditionalismus.

Als Spielfilm porträtiert Regisseurin Agustina Macri die reale Person Carlita Rodríguez, die mit ihrem Arbeitskampf im Jahr 2011 in Argentinien zu einer Ikone für Frauen- und Transrechte in einer immer noch sehr patriarchalen Gesellschaft wurde. Im Buenos Aires Herald kommentiert die Regisseurin – Tochter des rechtskonservativen argentinischen Ex-Präsidenten Mauricio Macri, der nunmehr Präsident Xavier Milei unterstützt – deren Politik wie folgt: „I see so much hate everywhere in Latin America, in presidents and in how they enable society to keep exercising discriminatory actions and violence. We really need to change that.”

Präsentiert von:  Landesfachstelle Trans*

QUEENS OF THE DEAD

Tina Romero, USA 2025, 98 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Samstag, 31. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Es beginnt mit einer verstopften Toilette und endet in einer absurden Zombieapokalypse. Kurz vor der Öffnung eines queeren Nachtklubs gibt es noch jede Menge zu tun: Die sanitären Anlagen lassen zu wünschen übrig, das Line Up der auftretenden Künstler ist lückenhaft und die Finanzierung äußerst wackelig.

Trotzdem wird das bevorstehende Event voller Enthusiasmus angegangen. Doch mitten in die Eröffnungsparty platzt plötzlich die Nachricht, dass die Stadt von Zombies belagert wird! Was bleibt den Anwesenden anderes übrig, als sich für den Kampf zu rüsten. Den Drags, Queens, Butches, Hunks und andern Partygästen bei diesem Kampf zuzuschauen, erinnert stark an Tarantinos „From Dusk till Dawn”, allerdings nach der Einnahme von bewusstseinserweiternden Drogen. Die absurden Splatterszenen, in Zusammenhang mit der bunten Glamwelt des Drag, sind nichts für schwache Nerven, machen allerdings unbändig Spaß! Und wie der Kampf ausgeht … seht ihr an Halloween.

Mit QUEENS OF THE DEAD präsentiert Tina Romero, die Tochter von Horror-Kultregisseur George A. Romero, ihren ersten Langfilm. Das Line Up der auftretenden Schauspieler:innen liest sich wie das Who-is-Who der queeren amerikanischen Comedy und Dragszene.

Präsentiert von:  Vulkansauna

SUMMER'S CAMERA

Divine Sung, Südkorea 2024, 82 Minuten

Koreanisch mit deutschen Untertiteln

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 14:00 Uhr

Seit dem Tod ihres Vaters hat die junge Koreanerin Summer die Freude am Fotografieren verloren – jener Leidenschaft, die er ihr einst näherbrachte. Auf Fotos betrachten wir erste Szenen ihres Lebens, bis ihr Vater daraus verschwand. Erst die Begegnung mit Yeonwoo, dem Star des Frauenfußballteams ihrer Schule, bringt neue Nähe und Bewegung in ihr geregeltes Leben. Summer nimmt die Kamera wieder zur Hand; sie beginnt, ihre Umgebung durch die Linse zu erkunden und dabei die eigenen aufkeimenden Gefühle zuzulassen. Bei der Entwicklung der Bilder entdeckt sie ein Geheimnis: Inspiriert von ihrer ersten Liebe begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und auf Spuren, die ihr Vater hinterlassen hat.

In ihrem Erstlingswerk erzählt Divine Sung Summers Geschichte mit wunderschönen Bildern und großer Sanftheit. Zwischen leiser Trauer, erster Liebe und queerer Selbstentdeckung entfaltet sich ein atmosphärisches Coming-of-Age-Drama, in dem Menschen, auf die Summer trifft, zu Weggefährten werden. Die Kamera begleitet die Protagonistin auf ihrer Reise zu sich selbst – und immer tiefer in die verborgene Welt ihres Vaters. 

Präsentiert von:  Mädchenhaus Hannover

WE'LL FIND HAPPINESS

Léa Pool, Kanada/Luxemburg 2025, 101 Minuten

Französisch/Englisch/Farsi mit deutschen Untertiteln

► Dienstag, 27. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Reza führt ein heimliches Leben als schwuler Mann im Iran, bis er unter dramatischen Umständen fliehen muss und nach Europa gelangt. Dort verliebt er sich mit dem aus Marokko stammenden Saad. Beiden gelingt die illegale Einreise nach Kanada, wo Saad sich ohne Aufenthaltstitel als Taxifahrer durchschlägt.


Obwohl Kanada ein liberales Land ist, muss Reza die Deportation in den Iran befürchten, wo ihm die Hinrichtung wegen Homosexualität droht. Daher setzt Saad alles daran, um die drohende Abschiebung seines Liebhabers zu verhindern. Gezielt geht er eine Beziehung mit Laurent, dem Pressesprecher der Ministerin für Immigration ein. Dieses doppelte Spiel führt zu massiven inneren Konflikten bei Saad. Wird es ihm gelingen, das ersehnte Bleiberecht für Reza zu bekommen? Und welchen Preis wird er für seinen Einsatz zahlen müssen?


Der Regisseurin Léa Pool gelingt es, eine spannende und sehr bewegende Geschichte mit beeindruckenden Hauptdarsteller*innen und mit starkem tagespolitischen Bezug zum Thema queerer Geflüchteter zu erzählen. Ein großartiger Film, den ihr nicht verpassen solltet!

Präsentiert von:  Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen

A NIGHT LIKE THIS

Liam Calvert, Großbritannien 2025, 101 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln 

► Samstag, 24. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Heiligabend in London: Mitten in der Nacht begegnen sich zufällig zwei Männer, die sich beide am Tiefpunkt ihrer persönlichen Laufbahn befinden. Der schwule deutschstämmige Schauspieler Lukas ist arbeitslos und trägt sich mit Suizidgedanken, während die Geschäfte des einst so erfolgreichen Nachtclubbesitzers Oliver vor dem Bankrott stehen. Wie ihre Karrieren könnten auch die Charaktere der beiden nicht unterschiedlicher sein: Lukas ist einsam und introvertiert, Oliver kommunikativ und redegewandt.

Nachdem zunächst jeder für sich versucht hatte, seinen Kummer im Alkohol zu ertränken, beschließen sie nunmehr, den restlichen Abend mit einem gemeinsamen Streifzug durch die Londoner Kneipen zu verbringen. In intensiven Gesprächen lernen sie nicht nur einander, sondern auch sich selbst besser kennen. Gemeinsam schöpfen sie Trost und Kraft, um sich den Ungewissheiten der Zukunft zu stellen.


In der romantischen Tragikomödie A NIGHT LIKE THIS gelingt es Regisseur Liam Calvert, einfühlsam und überzeugend darzustellen, wie eine zufällige Begegnung zweier Menschen Zuversicht in einer vermeintlich ausweglosen Situation vermitteln kann. In der Rolle des Oliver brilliert Alexander Lincoln, der sicher noch einigen von euch in bester Erinnerung in der Hauptrolle des Rugby-Films IN FROM THE SIDE geblieben ist.

Präsentiert von:  Kaffeebar Rossi

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

BEAUTIFUL EVENING, BEAUTIFUL DAY

Ivona Juka, Kroatien/Polen/Kanada/Zypern/Bosnien-Herzegowina 2024, 136 Minuten

Kroatisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Jugoslawien 1957. Die vier offen schwulen Filmschaffenden Lovro, Nenad, Ivan und Stevan kämpften im 2. Weltkrieg als Partisanen gegen den Faschismus, geraten aber nun ins Visier der Staatsmacht, die ihrer bürgerlichen Herkunft, ihren freigeistigen Filmen und ihrem queeren Selbstbewusstsein mit Misstrauen begegnet. Als ihnen der Politoffizier Emir zur Überwachung vorgesetzt wird, nehmen sie den Kampf um ihre künstlerische Freiheit auf. Während Emir beginnt, das System zu hinterfragen und Sympathien für die vier Freunde zu entwickeln, zieht sich das Netz um diese immer enger zu.

Der aufwändig produzierte, in elegantem Schwarz-Weiß gehaltene Spielfilm war Kroatiens Beitrag zum Oscar für den besten fremdsprachigen Film 2025 und gewann zahlreiche Publikumspreise, u. a. beim weltgrößten queeren Filmfestival Frameline in San Francisco und bei unseren QueerScope-Partnerfestivals in Esslingen und Freiburg. Der Film von Regisseurin Ivona Juka feiert die Solidarität, Integrität und Resilienz seiner Protagonisten im Kampf gegen staatliche Repression und zunehmende Queerfeindlichkeit. 

Präsentiert von:  Schwule Filmwoche Freiburg

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

BOOKENDS

Mike Doyle, USA 2026, 99 Minuten

Englisch/Deutsch/Jiddisch mit deutschen Untertiteln

► Montag, 26. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Der verträumte junge Schriftsteller Nate lebt in New York City und versucht sich an seinem Erstlingswerk. Nates Schreibblockade ist jedoch sein geringstes Problem, als er herausfindet, dass sein Partner ihn betrügt. Tief gekränkt zieht Nate zu seinen Großeltern, die in einer Wohnanlage für jüdische Senior*innen leben. Während Nate sich in Selbstmitleid und seinem Bedürfnis nach Nestwärme zu verlieren droht, bemerkt er langsam, dass seine Großeltern ihn mindestens ebenso sehr brauchen wie umgekehrt. Und für zusätzliche Unruhe sorgt der charmante Arzt Daniel. Wird Nate seine Geschichte zu einem Happy End bringen?


Die turbulente Filmkomödie mit melancholischen Untertönen beruht auf persönlichen Erlebnissen von Drehbuchautor und Hauptdarsteller Noam Ash. Der Film meistert souverän die Balance zwischen Situationskomik und gefühlvollen, nachdenklichen Momenten. Statement von Regisseur Mike Doyle: „BOOKENDS feiert das wunderbare Durcheinander des Lebens, die Widerstandsfähigkeit des menschlichen Geistes und die unzerbrechlichen Bande, die uns über Generationen hinweg mit denen verbinden, die wir lieben.“

Präsentiert von: Checkpoint Hannover

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

DER HEIMATLOSE

Kai Stänicke, Deutschland 2025, 122 Minuten

Deutsche Originalfassung

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Das grandiose Langfilmdebüt von Kai Stänicke erhält bei den PERLEN 2026 den 11. QueerScope-Debütfilmpreis!

Nach 14 Jahren Abwesenheit kehrt Hein (Paul Boche) auf seine entlegene Heimatinsel in der Nordsee zurück. Die Dorfgemeinschaft schwankt zwischen Ablehnung, Neugier und Zweifeln daran, ob der Neuankömmling wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Nicht einmal die demenzkranke Mutter und die jüngere Schwester scheinen ihn wiederzuerkennen. Auch Heins Jugendfreund Friedemann (Philip Froissant) reagiert abweisend, nur Greta (Emilia Schüle) hält zu ihm. Und so muss sich Hein einem Tribunal der Inselbevölkerung stellen, mit dem seine Identität geklärt werden soll.



DER HEIMATLOSE erzählt eine universelle Geschichte vom Fremdsein in vertrauter Umgebung und von Macht und Unzuverlässigkeit der Erinnerung. Seine Weltpremiere feierte der Film auf der Berlinale 2026. Dort gewann er den Jurypreis beim Teddy Award sowie zahlreiche Preise auf weiteren Festivals. Die Filmparabel mit ihren kargen, eindrucksvollen Bildern und starkem Cast erinnert an Klassiker wie „Dogville“ (Lars von Trier) und „Rashomon“ (Akira Kurosawa). Selten war queeres Kino aus Deutschland so subtil und so vielschichtig!

Zu Gast:  Kai Stänicke

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

EINE SCHULE FÜR JANE CUMMING

Originaltitel: The Education of Jane Cumming

Sophie Heldman, Deutschland/Schweiz/Großbritannien 2026, 114 Minuten

Deutsche Synchronfassung

► Samstag, 24. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Edinburgh, 1810. Die Lehrerinnen Jane Pirie und Marianne Woods haben ein Internat für Mädchen gegründet und leben damit ihren Traum von Freiheit und Unabhängigkeit. Als die 15-jährige Jane Cumming, Enkelin einer wohlhabenden Aristokratin und Tochter deren Sohnes und einer indischen Mutter, zu ihnen kommt, bleibt sie trotz aller ihrer Anstrengungen, Zugehörigkeit und Anerkennung zu erlangen, eine Außenseiterin.

Mit großer Sensibilität erzählt der Film von der jungen Jane, die auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit Entscheidungen trifft, deren Folgen unumkehrbar sind. Getragen von lyrischen, atmosphärischen Bildern fängt die Kamera die karge Lebenswelt und unberührte Natur Schottlands ein. Zugleich erzählt der Film von der tiefen, zunehmend leidenschaftlichen Zuneigung zwischen den beiden Lehrerinnen – einer Liebe, die in den damaligen Zeiten nicht gelebt werden konnte.

So entsteht ein Film, der historische Wirklichkeit mit großer visueller Sensibilität zum Leben erweckt. „Ein mitreißendes Historiendrama, aber auch ein bedeutendes Werk unserer Zeit“ (Filmkritik Kinozeit). Auf Grundlage der Lebensgeschichte von Jane Cumming erzählt Sophie Heldman in ihrem zweiten Langfilm ein eindringliches Justizdrama, das nah an den tatsächlichen geschichtlichen Ereignissen bleibt.

Präsentiert von:  Bildungsverein

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

FANTASY

Kukla Kesherović, Slowenien/Nordmazedonien 2025, 98 Minuten

Slowenisch/Mazedonisch/Albanisch/BKS mit deutschen Untertiteln

► Dienstag, 27. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Drei junge Frauen in der trostlosen Plattenbausiedlung einer slowenischen Stadt. Perspektivlosigkeit, autoritäre oder gar keine Familienstrukturen prägen ihren Alltag. In einer beengenden Welt aus Gewalt, Patriarchat und Alkohol versuchen Jasna, Sina und Mihrije sich zu dritt im wörtlichen Sinne durchzuboxen oder zumindest geschickt an den alltäglichen Problemen vorbeizuschrammen. Insbesondere Mihrije, die aus einer albanisch-kosovarischen Familie stammt, droht im Spagat zwischen starren patriarchalen Regeln und gesellschaftlicher Orientierungslosigkeit zu zerreißen. Da lernen die drei Freundinnen die faszinierende Transfrau Fantasy kennen. Mit Fantasy eröffnet sich ihnen nicht nur eine gänzlich neue Lebenswelt, sondern auch ein völlig unvertrautes Frauenbild. Kurzentschlossen begibt Mihrije sich mit Fantasy auf eine Reise in Fantasys Welt …

Regisseurin Kukla zeichnet das Porträt nicht nur von drei jungen Frauen im Spannungsfeld zwischen traditionellen Geschlechterrollen und Selbstbehauptung. Sie zeigt auch ein Bild einer Region Europas, die von ethnischer Vielfalt und nationaler Identität im Kontext ihrer ungeheuer komplexen Geschichte und zahlloser stereotyper Zuschreibungen geprägt ist.

Präsentiert von:  QueerUnity

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

HYGGE

Lena Fakler/Zarah Schrade, Deutschland 2026, 96 Minuten

Deutsche Originalfassung

► Montag, 26. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Ein Traum wird wahr: Lena und ihre Partnerin Minu nehmen als erstes lesbisches Paar an der Reality-TV-Show HYGGE teil und dürfen ein Traumhaus beziehen, um sich dort ihren langersehnten Familienwunsch erfüllen. Alles scheint perfekt für das junge Paar: Ein Haus, ein Leben ohne Sorgen, Familienglück. Mit offenen Armen werden sie sofort in die Gemeinschaft der bereits dort lebenden Paare aufgenommen. Für sie ist die Insel ein Ort, an dem sich jeder Wunsch erfüllen kann – wenn man das Kleingedruckte liest…

Die Autorinnen und Regisseurinnen Lena Fakler und Zarah Schrade zeichnen ihr dystopisches, in naher Zukunft spielendes Drama in die ausdrucksstarke Landschaft Norddeutschlands. Die prominente Besetzung der Hauptrollen spricht für sich: Eva Maria Jost (Lena) ist bekannt aus zahlreichen Krimi-Fernsehserien wie „Tatort“ oder „SOKO“. Sie war zudem Mitunterzeichnerin des Manifests #ActOut, einer Coming-Out-Initiative queerer Schauspieler:innen. Bayan Layla (Minu) wurde als Theater- und Filmschauspielerin mehrfach ausgezeichnet und u. a. beim Deutschen Filmpreis als beste Hauptdarstellerin nominiert.

Präsentiert von:  Leinebagger

Das Logo vom QNN
Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

INVISIBLES

Junna Chif, Kanada 2025, 84 Minuten

Französisch/Englisch mit englischen Untertiteln

► Freitag, 30. Oktober 2026, 16:00 Uhr

Ein feministischer Film über zwei selten erzählte Lebenswelten: die Gemeinschaft von Sexarbeiter*innen und die Sexualität von Menschen mit Behinderungen – beide im Kino noch immer kaum sichtbar.

Die Burlesque-Tänzerin und Sexarbeiterin Elizabeth lebt lesbisch in einer Beziehung mit ihrer Partnerin. Sie liebt ihren Beruf, spürt jedoch den Wunsch nach Veränderung und nach neuem Sinn. Als sie Floyd trifft, den sie zunächst für ihren letzten Kunden hält, nimmt eine Entwicklung ihren Lauf, die sie an Grenzen, aber auch darüber hinausführt.

Mit großer Nähe verbindet dieser Film Dokumentarisches und Fiktion. INVISIBLES blickt sinnlich und ungeschönt auf eine oft verborgene Welt, ohne zu bemitleiden oder zu verklären. „Manche Szenen mögen schwer anzusehen sein, aber sie sind niemals mit der Absicht kreiert, Mitleid in der Öffentlichkeit zu wecken.“ Sinnlich, ungeschönt und überraschend menschlich rückt die Autorin Junna Chif in ihrem Spielfilmdebüt Menschen mit Behinderungen und selbstbestimmte Frauen in den Mittelpunkt, die wissen, was sie wollen und ihre Sexualität selbstbewusst leben.

Präsentiert von:  LSVD+ Niedersachsen Bremen

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

IVÀN & HADOUM

Ian de la Rosa, Spanien/Deutschland/Belgien 2026, 85 Minuten

Spanisch/Arabisch/Deutsch mit deutschen Untertiteln

► Donnerstag, 29. Oktober 2026, 20:00 Uhr

Iván, ein junger Transmann, bekommt die Chance seines Lebens: Er soll zum Vorarbeiter der Verpackungshalle eines riesigen Gemüsebetriebs aufsteigen. Während der Einarbeitung trifft er die junge nordafrikanische Wanderarbeiterin Hadoum wieder, die er schon aus der Schule kennt. Sie fasziniert ihn sofort durch ihre spröde und unangepasste Art. Die beiden beginnen ein vorsichtiges Liebesverhältnis, doch unterdessen führen die Arbeitsbedingungen im Betrieb zunehmend zu Reibereien. Hadoum solidarisiert sich mit den Arbeiterinnen, während Iván aufgrund der langjährigen Beziehungen seiner Familie zu den Besitzern des Betriebs zum Vorarbeiter befördert wird. Der schwere Konflikt zwischen den beiden Liebenden ist durch diese Konstellation vorgezeichnet…


Ian de la Rosa, selbst trans, drehte in der unwirklich wirkenden Welt der spanischen Plastikplanen-Gewächshäuser. Der Film mit seinen wunderschönen, poetischen Bildern und seinem sanften Tempo verbindet auf geschickte Weise das Gerne des Liebesfilms mit dem des Sozialdramas.


Iván und Hadoum ist der erste abendfüllende Spielfilm Ian de la Rosa und gewann auf der Berlinale 2026 gleich den Teddy Award für den besten Spielfilm.

Präsentiert von:  BH Lounge

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

MANOK

Yujin Lee, Südkorea 2025, 122 Minuten

Koreanisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 17:00 Uhr

Nach dem Tod ihrer Mutter, einem Streit mit der queeren Community Seouls und mit Geldsorgen verlässt die exzentrische Manok ihre mit harter Arbeit aufgebaute Bar, langjährige Freundinnen und ihre charismatische Partnerin Geum-ja. In ihrer ländlichen Heimatstadt möchte sie einen Neuanfang wagen. Dort ist sie nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter und dem konservativen Weltbild der Mitmenschen konfrontiert, sondern auch mit ihrem aufbrausenden Ex-Mann, der als Bürgermeister die Stadt regelrecht schikaniert.

Doch die taffe Manok lässt sich nicht unterkriegen und versucht nach und nach, ihre Mitmenschen von ihrer toleranten und lebensfrohen Einstellung zu überzeugen. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte auf, als sie sich als Gegenkandidatin für die nächste Amtswahl aufstellen lässt.

Mit Manok bringt die Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin Yujin Lee frischen Wind auf die Leinwand und präsentiert ein humorvolles Porträt des Landlebens, das aufgewirbelt wird durch eine queere Person, die Raum und Respekt einfordert.

Präsentiert von:  Gaymeinsam für Hannover

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

MONTREAL, MY BEAUTIFUL

Xiaodan He, 2026, Kanada, 117 Minuten

Französisch/Mandarin mit deutschen Untertiteln

► Samstag, 31. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Feng Xia lebt seit vielen Jahren in Montréal und verkörpert nach außen das Bild der integrierten Migrantin, fürsorglichen Mutter und verlässlichen Ehefrau. Ihr Alltag ist geprägt von familiärer Verantwortung, traditionellen Wertvorstellungen und den Erwartungen ihres Umfelds. Als Feng Xia der lebensfrohen und unabhängigen Camille begegnet, gerät das vertraute Gefüge ihres Lebens ins Wanken. Die Begegnung der beiden Frauen wird zu einer Herausforderung für den bisherigen Lebensentwurf von Feng Xia.

Mit großer Sensibilität und atmosphärischer Dichte erzählt Regisseurin Xiaodan He die Geschichte einer Frau, die beginnt, ihr Leben neu zu hinterfragen und verdrängte Träume wiederzuentdecken. Dabei zeichnet der Film ein vielschichtiges Porträt von Frauen, die den Mut aufbringen, zwischen Verpflichtung und Selbstbestimmung ihren eigenen Weg zu suchen.

MONTREAL, MY BEAUTIFUL ist ein berührendes Drama über Liebe, Identität, Familie und die Kraft, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren. Mit fein gezeichneten Figuren und emotionaler Ehrlichkeit erzählt der Film von Tradition und Veränderung. Großartig in der Hauptrolle: Joan Chen („Der letzte Kaiser“, „Twin Peaks“).

Präsentiert von:  Queeres Netzwerk Weserbergland

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

NEWBORN

Alejandro Zuno, Mexiko, 2024, 104 Minuten

Spanisch mit deutschen Untertiteln

► Samstag, 31. Oktober 2026, 15:00 Uhr

Maria und Nicolás erwarten ihr erstes Kind. Mit viel Liebe richtet sich das junge Paar auf das neue Leben mit Baby ein. Jeder Handgriff ist von freudiger Erwartung geprägt – voller Zuversicht, Glück und der wunderbaren Gewissheit, dass nun ein ganz neuer, schöner Lebensabschnitt beginnt. Am Tag der Geburt verändert sich das Leben des jungen Elternpaares jedoch völlig unerwartet: Das Baby wird mit zwei Geschlechtsmerkmalen geboren, und die Eltern sehen sich vor eine unfassbar schwere Entscheidung gestellt.


Das Drama von Alejandro Zuno lädt das Publikum ein, die jungen Eltern auf ihrem Weg voller Ungewissheit, Unsicherheit und Vorurteile zu begleiten. In beeindruckend einfühlsamer und nachdenklicher Weise verwebt Zuno das Thema Intersexualität mit den Dynamiken in Familien und den gesellschaftlichen Debatten, die auf das Privateste und Intimste Einfluss nehmen.


Dem preisgekrönten Kurzfilm-Regisseur Alejandro Zuno gelingt mit NEWBORN ein herausragendes Spielfilmdebüt mit namhaftem Cast: Mayra Hermosillo (Maria) ist dem deutschen Publikum durch die Serie „Narcos: Mexiko“ bekannt. Das PERLEN-Team freut sich, auch in diesem Jahr wieder einen so gelungenen Film zum Thema Intersexualität zeigen zu können, der bereits auf mehreren Festivals ausgezeichnet wurde.

Präsentiert von:  Beauftragte für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

ON THE SEA

Helen Walsh, Großbritannien 2025, 111 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 30. Oktober 2026, 19:30 Uhr

Ein abgeschiedener Ort an der rauen Küste von Nordwales. Ihr Einkommen erwirtschaften die Einwohner hauptsächlich mit der sehr mühsamen Muschelfischerei. Zusammen mit seiner Frau Maggie hat auch der Muschelfarmer Jack hart daran gearbeitet, für sich und seine Familie eine solide Existenz aufzubauen. Sein Leben scheint in geordneten Bahnen zu verlaufen. Doch die vermeintlich heile Welt gerät ins Wanken, als unvermittelt der jüngere Muschelfischereihelfer Daniel in der Gemeinde auftaucht. Die offene und provokante Art, mit der Daniel Jacks Attraktivität anspricht, weckt unterdrückte Gefühle und ein geheimes Verlangen in Jack, die sein bisheriges Leben in Frage stellen.

Nach THE VIOLATORS aus dem Jahr 2015 ist ON THE SEA bereits der zweite Spielfilm der englischen sehr erfolgreichen Schriftstellerin und Filmemacherin Helen Walsh. Der u. a. auf dem Edinburgh International Film Festival ausgezeichnete Film erzählt auf sehr behutsame und gleichermaßen schmerzhafte Weise, was es für einen Mann bedeutet, seine Gefühle in dieser von homophober Männlichkeit geprägten Umgebung möglichst zu verbergen, sich dann aber doch dazu entschließt, der inneren Stimme zu folgen und dem Verlangen nachzugeben. Ein großartiger Film mit einem ermutigenden Signal für die Liebe!

Präsentiert von:  MIQ – Melde- und Informationsstelle Queerfeindlichkeit Niedersachsen 

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

POOJA, SIR

Deepak Rauniyar, Nepal/USA/Norwegen 2024, 108 Minuten

Nepali/Maithili/Hindi mit französischen und deutschen Untertiteln

► Donnerstag, 29. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Für Pooja aus Kathmandu startet der Tag wie jeder andere: Sie macht sich fertig, frühstückt mit ihrem Vater und ihrer Partnerin und geht zur Arbeit. Nun soll sie als leitende Ermittlerin in einer kleinen nepalesischen Stadt die Entführung zweier Jungen aufklären, von denen einer aus einer sehr einflussreichen Familie der Region stammt.

Trotz der ohnehin angespannten Lage steckt in diesem Fall viel mehr als anfänglich angenommen, da die Ermittlungen durch Korruption, systematische Diskriminierung und die regen Proteste der marginalisierten Madhesi-Bevölkerung vor Ort beeinflusst werden. Mithilfe der einheimischen Polizistin Mamata muss Pooja durch die Vielschichtigkeit von Diskriminierung und Privilegien navigieren, während die Suche nach den Kindern ein Rennen gegen die Zeit bleibt.

Der Regisseur und Drehbuchautor Deepak Rauniyar verpackt in einer komplexen Erzählung eine nuancierte, länderübergreifende Gesellschaftskritik und den direkten Appell, seine Stimme für Gerechtigkeit einzusetzen. Inspiriert ist sein packender Krimi-Thriller durch reale Geschehnisse der turbulenten nepalesischen Bürgerproteste im Jahr 2015, während derer sich die Madhesi gegen anhaltende Diskriminierung und Korruption wehrten.

Präsentiert von:  Tandure

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

QUEEN OF COAL

Agustina Macri, Argentinien/Spanien 2025, 94 Minuten

Spanisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Carlita Rodríguez hat Geschichte geschrieben. Als Transperson will sie durchsetzen, dass auch Frauen – cis wie trans – den extrem harten Job in den Kohleminen Patagoniens machen dürfen. Den Respekt vieler Kollegen ihrer Schicht hat sie bereits errungen, nun muss Carlita den Kampf gegen ihre Arbeitgeberin antreten, einer Bergbaugesellschaft, deren Richtlinien Frauen die Arbeit im Flöz untersagen. Dieses Verbot beruht nicht nur auf traditionellen Rollenklischees, sondern auch auf einem uralten und weit verbreiteten Aberglauben. So wird aus Carlitas ganz persönlichem Weg eine veritable Revolution gegen Irrationalität, Vorurteile und Traditionalismus.

Als Spielfilm porträtiert Regisseurin Agustina Macri die reale Person Carlita Rodríguez, die mit ihrem Arbeitskampf im Jahr 2011 in Argentinien zu einer Ikone für Frauen- und Transrechte in einer immer noch sehr patriarchalen Gesellschaft wurde. Im Buenos Aires Herald kommentiert die Regisseurin – Tochter des rechtskonservativen argentinischen Ex-Präsidenten Mauricio Macri, der nunmehr Präsidenten Xavier Milei unterstützt – deren Politik wie folgt: „I see so much hate everywhere in Latin America, in presidents and in how they enable society to keep exercising discriminatory actions and violence. We really need to change that.”

Präsentiert von:  Landesfachstelle Trans*

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

QUEENS OF THE DEAD

Tina Romero, USA 2025, 98 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Samstag, 31. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Es beginnt mit einer verstopften Toilette und endet in einer absurden Zombieapokalypse. Kurz vor der Öffnung eines queeren Nachtklubs gibt es noch jede Menge zu tun: Die sanitären Anlagen lassen zu wünschen übrig, das Line Up der auftretenden Künstler ist lückenhaft und die Finanzierung äußerst wackelig.


Trotzdem wird das bevorstehende Event voller Enthusiasmus angegangen.  Doch mitten in die Eröffnungsparty platzt plötzlich die Nachricht, dass die Stadt von Zombies belagert wird! Was bleibt den Anwesenden anderes übrig, als sich für den Kampf zu rüsten. Den Drags, Queens, Butches, Hunks und andern Partygästen bei diesem Kampf zuzuschauen, erinnert stark an Tarantinos „From Dusk till Dawn”, allerdings nach der Einnahme von bewusstseinserweiternden Drogen. Die absurden Splatterszenen, in Zusammenhang mit der bunten Glamwelt des Drag, sind nichts für schwache Nerven, machen allerdings unbändig Spaß! Und wie der Kampf ausgeht … seht ihr an Halloween.


Mit QUEENS OF THE DEAD präsentiert Tina Romero, die Tochter von Horror-Kultregisseur George A. Romero, ihren ersten Langfilm. Das Line Up der auftretenden Schauspieler:innen liest sich wie das Who-is-Who der queeren amerikanischen Comedy und Dragszene.

Präsentiert von:  Vulkansauna

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

SUMMER'S CAMERA

Divine Sung, Südkorea 2024, 82 Minuten

Koreanisch mit deutschen Untertiteln

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 14:00 Uhr

Seit dem Tod ihres Vaters hat die junge Koreanerin Summer die Freude am Fotografieren verloren – jener Leidenschaft, die er ihr einst näherbrachte. Auf Fotos betrachten wir erste Szenen ihres Lebens, bis ihr Vater daraus verschwand. Erst die Begegnung mit Yeonwoo, dem Star des Frauenfußballteams ihrer Schule, bringt neue Nähe und Bewegung in ihr geregeltes Leben. Summer nimmt die Kamera wieder zur Hand; sie beginnt, ihre Umgebung durch die Linse zu erkunden und dabei die eigenen aufkeimenden Gefühle zuzulassen. Bei der Entwicklung der Bilder entdeckt sie ein Geheimnis: Inspiriert von ihrer ersten Liebe begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit und auf Spuren, die ihr Vater hinterlassen hat.


In ihrem Erstlingswerk erzählt Divine Sung Summers Geschichte mit wunderschönen Bildern und großer Sanftheit. Zwischen leiser Trauer, erster Liebe und queerer Selbstentdeckung entfaltet sich ein atmosphärisches Coming-of-Age-Drama, in dem Menschen, auf die Summer trifft, zu Weggefährten werden. Die Kamera begleitet die Protagonistin auf ihrer Reise zu sich selbst – und immer tiefer in die verborgene Welt ihres Vaters. 

Präsentiert von:  Mädchenhaus Hannover

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu

WE'LL FIND HAPPINESS

Léa Pool, Kanada/Luxemburg 2025, 101 Minuten

Französisch/Englisch/Farsi mit deutschen Untertiteln

► Dienstag, 27. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Reza führt ein heimliches Leben als schwuler Mann im Iran, bis er unter dramatischen Umständen fliehen muss und nach Europa gelangt. Dort verliebt er sich mit dem aus Marokko stammenden Saad. Beiden gelingt die illegale Einreise nach Kanada, wo Saad sich ohne Aufenthaltstitel als Taxifahrer durchschlägt.

Obwohl Kanada ein liberales Land ist, muss Reza die Deportation in den Iran befürchten, wo ihm die Hinrichtung wegen Homosexualität droht. Daher setzt Saad alles daran, um die drohende Abschiebung seines Liebhabers zu verhindern. Gezielt geht er eine Beziehung mit Laurent, dem Pressesprecher der Ministerin für Immigration ein. Dieses doppelte Spiel führt zu massiven inneren Konflikten bei Saad. Wird es ihm gelingen, das ersehnte Bleiberecht für Reza zu bekommen? Und welchen Preis wird er für seinen Einsatz zahlen müssen?


Der Regisseurin Léa Pool gelingt es, eine spannende und sehr bewegende Geschichte mit beeindruckenden Hauptdarsteller*innen und mit starkem tagespolitischen Bezug zum Thema queerer Geflüchteter zu erzählen. Ein großartiger Film, den ihr nicht verpassen solltet!

Präsentiert von:  Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen

Eine Frau und ein Mann stehen auf einem Dach und unterhalten sich. Stadtlandschaft mit einer Kuppel im Hintergrund.
Filmposter zu