Dokus 2026

Dokus 2026

3000 LESBIANS GO TO YORK

Rachel Dax, Großbritannien 2025, 68 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 15:30 Uhr

Es kommt Bewegung in die konservative englische Stadt York, als die Buchhändlerin Jenny Roberts, eine lesbische Transfrau, das York Lesbian Arts Festival (YLAF) ins Leben ruft. Das Festival zieht Tausende lesbischer und queerer Frauen nach Nordengland – nicht allein, um für ihre Rechte auf die Straße zu gehen, sondern auch um Kunst und Kultur von Frauen für Frauen zu feiern.

Rachel Dax dokumentiert die Bedeutung dieses Kunstfestivals als historische Bewegung weiblich gelesener Personen in den Jahren 1998 bis 2008. In dieser Form war es bislang kaum gelungen, so viele lesbische, bisexuelle, queere und Transfrauen weltweit zu vereinen, um sich gegenseitig zu stärken und Sichtbarkeit zu schaffen. Das Festival wuchs in den 10 Jahren seines Bestehens stetig an und wurde zu einem eigenständigen kulturellen Raum für Frauen.

„Lesbians’ history is so often consigned to the margins and beyond: this is not just a fabulous picture of how we came together, it’s a vital document of the value of our sisterhood. I’ll never forget YLAF”, sagt Schriftstellerin Val McDermid. Sie steht als prägende Figur für die Generation lesbischer Autorinnen, die lesbische Lebenswelten aus der Nische heraus in die Mainstream-Literatur gebracht haben. 

Präsentiert von:  Annabee Buchladen

BRIGITTE'S PLANET B

Santiago Posada, Kolumbien 2025, 87 min

Spanisch mit deutschen Untertiteln

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 15:30 Uhr

Es kommt Bewegung in die konservative englische Stadt York, als die Buchhändlerin Jenny Roberts, eine lesbische Transfrau, das York Lesbian Arts Festival (YLAF) ins Leben ruft. Das Festival zieht Tausende lesbischer und queerer Frauen nach Nordengland – nicht allein, um für ihre Rechte auf die Straße zu gehen, sondern auch um Kunst und Kultur von Frauen für Frauen zu feiern.

Schriftstellerin und Regisseurin Rachel Dax dokumentiert die Bedeutung dieses Kunstfestivals als historische Bewegung weiblich gelesener Personen in den Jahren 1998 bis 2008. In dieser Form war es bislang kaum gelungen, so viele lesbische, bisexuelle, queere und Transfrauen weltweit zu vereinen, um sich gegenseitig zu stärken und Sichtbarkeit zu schaffen. Das Festival wuchs in den 10 Jahren seines Bestehens stetig an und wurde zu einem eigenständigen kulturellen Raum für Frauen.

„Lesbians’ history is so often consigned to the margins and beyond: this is not just a fabulous picture of how we came together, it’s a vital document of the value of our sisterhood. I’ll never forget YLAF”, sagt Schriftstellerin Val McDermid. Sie steht als prägende Figur für die Generation lesbischer Autorinnen, die lesbische Lebenswelten aus der Nische heraus in die Mainstream-Literatur gebracht haben. 

Präsentiert von:  East Coffee

HIGHTENED SCRUTINY

Sam Feder, USA 2025, 89 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln 

► Freitag, 30. Oktober 2026, 17:30 Uhr

Vor dem Supreme Court, dem obersten Gerichtshof der USA, verhandelt Bürgerrechtsanwalt Chase Strangio den härtesten Fall seiner juristischen Laufbahn: Der Bundesstaat Tennessee verwehrt Menschen den Zugang zu Gesundheitsleistungen, die in Zusammenhang mit einer Transition stehen. In der Klage gegen diese politische Entscheidung vertritt Chase die Rechte Tausender betroffener Transpersonen – und seine eigenen, denn Chase ist selbst Transmann. Im Verlauf des Prozesses muss er nicht nur auf der juristischen Bühne brillieren, sondern sich auch mit der reißerischen Medienberichterstattung auseinandersetzen, in der die hochexplosive Mischung aus Vorurteilen, Hass und populistischer Desinformation die öffentliche Meinung zu beeinflussen versucht und die Stimmung immer weiter aufheizt.

HEIGHTENED SCRUTINITY bezeichnet im US-amerikanischen Rechtswesen einen besonders sorgfältigen Prüfungsstandard, der von den Gerichten anzuwenden ist, wenn die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen zu klären ist, die an persönliche Merkmalen wie ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht oder Religion anknüpfen. Sam Feders mitreißender Film ist eine Dokumentation, präsentiert sich aber als packendes Gerichtsdrama in bester Tradition des Genres.

Präsentiert von:  Andersraum

HUNKY JESUS

Jennifer M. Kroot, USA 2026, 85 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Montag, 26. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Die „Schwestern der Perpetuellen Indulgenz“, eine weltweit agierende Gruppe queerer Aktivisten, kombinieren in öffentlichen Performances Drag-Elemente und satirisch nachempfundene Symbole religiöser Schwesternorden. Sie bezeichnen sich selbst als queere Nonnen des 21. Jahrhunderts. Die Mitglieder engagieren sich in der Art klassischer Nonnenorden für die Akzeptanz und Inklusion diverser Lebensentwürfe, für HIV- und AIDS-Prävention, und sie sammeln Geld für lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Projekte und Gruppen.

Jedes Jahr an Ostern richten die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz in San Francisco einen ganz besonderen Schönheitswettbewerb aus, den „Hunky Jesus / Foxy Mary” Wettbewerb. Per Pubikumsakklamation werden die Preisträger ermittelt, wobei nicht immer der bestaussehende Jesus oder die überzeugendste Mary gewinnt – oft ist es die Person mit der besten Geschichte. Das Event unterhält auch mit seiner schonungslosen Moderation und das manchmal doch recht wilde Beiprogramm. Der lustvoll erzählte Dokumentarfilm nimmt keine Rücksicht auf religiöse Gefühle und zeigt das pralle Leben der LGBTQ+-Community in San Francisco.

Präsentiert von:  SQIMIT

JACOB DE HAAN:

A VOICE OUT OF TIME

Zvi Landsman, Israel 2024, 72 Minuten

Hebräisch/Englisch/Jiddisch/Niederländisch mit deutschen Untertiteln

► Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18:00 Uhr im Hofsaal

Jacob Israël de Haan (1881–1924) war Schriftsteller, Rechtsanwalt, Lehrer, Diplomat, Journalist – und überdies schwuler Pionier und politischer Aktivist. Er wuchs als Sohn eines jüdischen Kantors in den Niederlanden auf und veröffentlichte 1904 den ersten Roman überhaupt in niederländischer Sprache über schwules Leben und Begehren. Einer Rückbesinnung auf die Religion folgte 1919 die Emigration nach Palästina, wo Jacob de Haan sich erst in der zionistischen Bewegung engagierte, dann jedoch Sprecher der orthodoxen Gemeinschaft wurde und für die friedliche jüdisch-arabische Koexistenz eintrat, bis er 1924 einem politisch motivierten Mordanschlag zum Opfer fiel.

Die neue Doku von Regisseur Zvi Landsman taucht tief ein ins Spannungsfeld zwischen queerem Lebensentwurf und religiöser Hinwendung, hier unter spannendem historischen Blickwinkel. Die Gedichte und Texte von Jacob de Haan, die teils von brennender Aktualität sind, stehen aktuellen Filmaufnahmen gegenüber, die die gewaltigen Spannungen in der israelischen Gesellschaft illustrieren.

Präsentiert von:  Keshet Deutschland

QUIR

Nicola Bellucci, Schweiz 2025, 105 Minuten

Italienisch/Englisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 15:00 Uhr

Mit fast 50 Jahren Beziehung dürften Massimo und Gino eines der schwulen Paare in Italien sein, die am längsten zusammen sind. Vielleicht liegt das am Job: Als Schneider und Betreiber eines kleinen Lederwarengeschäfts im Herzen von Palermo sind sie gewohnt, robustes Material zu wunderschönen Dingen zusammenzufügen. Ihr Laden ist zugleich ihre Werkstatt wie auch der Treffpunkt der lokalen LGBTIQ+-Community: Hier holt man sich außergewöhnliche Taschen, gerne auch mal das ein oder andere maßgeschneiderte Kleidungsstück, es gibt Klatsch und Tratsch aus dem Viertel und vor allem Rat und Tat von den beiden hinreißenden Werkstattinhabern und ARCIGAY-Aktivisten.

Der Dokumentarfilm macht beim Betrachten schockverliebt: Mit seinen bunten Farben, gleichermaßen liebenswerten wie schillernden Charakteren und dem ganzen Charme der gar-nicht-mal-so-kleinen queeren Community im rauen Klima Palermos nimmt das Porträt der beiden Protagonisten einen sofort gefangen und lässt nicht mehr los. Man möchte sich sofort nach Sizilien aufmachen, um Teil dieser wunderbaren Community zu sein!

Präsentiert von:  MD Grossküchen Technik & Service

THE DANCER

Lacey Uhlemeyer, USA/Niederlande 2025, 90 Minuten

Englisch/Arabisch mit deutschen Untertiteln 

► Samstag, 24. Oktober 2026, 17:30 Uhr

Der gebürtige Syrer Ahmad Joudeh wächst in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Damaskus auf. Bereits als Kind ist er begeistert vom Tanzen, doch das ruft den Zorn seines Vaters hervor. Er will dem Sohn seine Liebe zum Tanz mit aller Gewalt austreiben. Hinzu kommt die Bedrohung durch den IS. Ahmad indes lässt sich nicht beirren und hält an seinem Traum, einmal ein berühmter Tänzer zu werden, fest. Mit dem Tanz als starker Ausdrucksform will er gegen die Gewalt und den Terror in seiner Heimat vorgehen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz zahlen sich seine Disziplin und sein starker Wille aus. Er findet Zuflucht in den Niederlanden und wird Mitglied des niederländischen Nationalballetts. Seine Bekanntheit nutzt er als UNHCR- und LGBTQI+-Botschafter, um für Toleranz und gegen Diskriminierung jedweder Art Position zu beziehen.

THE DANCER ist eine großartige Dokumentation über einen charismatischen, zutiefst empathischen und inspirierenden Künstler von Weltruf. Der Film porträtiert den ersten zertifizierten Ballettmeister mit arabischen Wurzeln, der viele junge Schüler*innen für den Tanz begeistert und davon träumt, eine neue Generation von Tänzer*innen in Syrien aufzubauen.

Präsentiert von:  Ballett Gesellschaft Hannover e.V.

TRY IT - EINE FLINTA SKATE DOKU

Celine Schaefer, Deutschland 2025, 45 Minuten

Deutsche Originalfassung 

► Donnerstag, 29. Oktober 2026, 16:00 Uhr

Die Doku von Celine Schaefer begleitet die FLINTA*-Skateszene in Hannover und gibt Einblicke in eine Community, die von Zusammenhalt, Empowerment und der Freude am Ausprobieren geprägt ist. Der 45-minütige Dokumentarfilm zeigt selbstbewusste junge Frauen mit ihrer Leidenschaft zum Skateboard und beleuchtet einen wachsenden sozialen Raum, der sich stark in Hannover verankert hat und sich immer weiter entwickelt.

Im Mittelpunkt stehen die beiden FLINTA*-Skatingcamps der Stadt sowie die Menschen, die Skateboarding als Ort für Begegnung, Selbstermächtigung und gegenseitige Unterstützung gestalten. Der Film zeigt, wie Skateboarding aus FLINTA*-Perspektive erlebt wird, macht bestehende Ungleichheiten sichtbar und erzählt von Mut, Gemeinschaft und dem Schaffen sicherer Räume. FLINTA*-Personen erobern sich selbstbewusst ihre Räume und leben ihren Lifestyle auf Hannovers Plätzen und Straßen aus. Das Gleis D – Skaterhalle Hannover hat diese Entwicklung aufgegriffen und gestaltet seit 2026 spezielle Skateangebote für FLINTA*-Personen.

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein moderiertes Q&A mit den „Macher*innen“ des Dokumentarfilms. Hierbei kann das Thema „FLINTA*-Personen im Sport als Spieler*innen, Fans, im Verein oder selbstorganisiert auf dem Skaterplatz“ im Mittelpunkt stehen.

Präsentiert von:  VHS Hannover & Skate Kollektiv Hannover

WITH MY OPEN LUNGS

Yana Sad, Deutschland 2024, 87 Minuten

Russisch mit englischen Untertiteln

► Mittwoch, 28. Oktober 2026, 20:00 Uhr im Hofsaal

In diesem einfühlsamen Doku-Drama begegnen wir Filmemacherin Yana und der Theaterregisseurin Yaroslavia inmitten eines emotionalen Chaos’ aus dem Beginn ihrer aufregenden Beziehung, der Trennung von ehemaligen Partnern, dem Trubel von St. Petersburg, dem Beginn des Kriegs in der Ukraine, der Corona-Pandemie und der damit verbundenen enormen Ungewissheit über die Zukunft. Hinzu kommt Yaroslavias einschneidende Lungenkrebs-Diagnose, deren Schwere das Paar mit Humor, dem Bedürfnis nach politischer Aktion und bedingungsloser Fürsorge begegnet. Denn eines verändert sich trotz aller Hürden in der Beziehung nicht: der Rückhalt in- und die Liebe zueinander.


In ihrem ersten Dokumentarfilm erlaubt uns Yana Sad einen tiefen Einblick in ihr Privatleben. Die intimen Aufnahmen nehmen sich die nötige Zeit, um die gesamte Bandbreite von Emotionen einzufangen und das Publikum eindrücklich spüren zu lassen. Die beiden Protagonistinnen scheinen ihre eigene Geschichte zu schreiben, egal was das Leben ihnen gibt, und sie vermitteln ihre Erfahrungen aus diesem herausfordernden Lebensabschnitt in einem subtil hoffnungsvollen Ton, der noch lange nach Ende des Films nachhallt.

Präsentiert von:  Queeres Netzwerk Niedersachsen

3000 LESBIANS GO TO YORK

Rachel Dax, Großbritannien 2025, 68 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Sonntag, 25. Oktober 2026, 15:30 Uhr

Es kommt Bewegung in die konservative englische Stadt York, als die Buchhändlerin Jenny Roberts, eine lesbische Transfrau, das York Lesbian Arts Festival (YLAF) ins Leben ruft. Das Festival zieht Tausende lesbischer und queerer Frauen nach Nordengland – nicht allein, um für ihre Rechte auf die Straße zu gehen, sondern auch um Kunst und Kultur von Frauen für Frauen zu feiern.

Schriftstellerin und Regisseurin Rachel Dax dokumentiert die Bedeutung dieses Kunstfestivals als historische Bewegung weiblich gelesener Personen in den Jahren 1998 bis 2008. In dieser Form war es bislang kaum gelungen, so viele lesbische, bisexuelle, queere und Transfrauen weltweit zu vereinen, um sich gegenseitig zu stärken und Sichtbarkeit zu schaffen. Das Festival wuchs in den 10 Jahren seines Bestehens stetig an und wurde zu einem eigenständigen kulturellen Raum für Frauen.

„Lesbians’ history is so often consigned to the margins and beyond: this is not just a fabulous picture of how we came together, it’s a vital document of the value of our sisterhood. I’ll never forget YLAF”, sagt Schriftstellerin Val McDermid. Sie steht als prägende Figur für die Generation lesbischer Autorinnen, die lesbische Lebenswelten aus der Nische heraus in die Mainstream-Literatur gebracht haben. 

Präsentiert von:  Annabee Buchladen

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

BRIGITTE'S PLANET B

Santiago Posada, Kolumbien 2025, 87 Minuten

Spanisch mit deutschen Untertiteln 

► Donnerstag, 22. Oktober 2026, 22:00 Uhr

„Was ist Natur?“, fragt die Biologin Brigitte Baptiste ihre beiden Töchter, als sie im Zug sitzen und zu einer Fachkonferenz fahren. Bereits nach ein, zwei Sätzen über Biologie und Umwelt gelangt die Jüngere zu der Einsicht: „Als Natur wird betrachtet, was nicht hinterfragt und als Norm betrachtet wird.“ Sie weiß, wovon sie spricht: Brigitte Baptiste ist zwar als Wissenschaftlerin eine der weltweit anerkanntesten Expertinnen für Biodiversität und ökologischen Wandel, als Transfrau ist sie jedoch im krisengeschüttelten Kolumbien nicht nur auf ihren Forschungsexpeditionen im amazonischen Regenwald lebensbedrohlichen Gefahren ausgesetzt.

Trotz der anhaltend dramatischen Situation in Kolumbien zeichnet der Dokumentarfilm das Porträt der Leiterin des Humboldt-Instituts in Bogotá und Rektorin der Universidad EAN mit leichter Hand und charmantem Humor.

Präsentiert von:  East Cofffee

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

HIGHTENED SCRUTINY

Sam Feder, USA 2025, 89 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln 

► Freitag, 30. Oktober 2026, 17:30 Uhr

Vor dem Supreme Court, dem obersten Gerichtshof der USA, verhandelt Bürgerrechtsanwalt Chase Strangio den härtesten Fall seiner juristischen Laufbahn: Der Bundesstaat Tennessee verwehrt Menschen den Zugang zu Gesundheitsleistungen, die in Zusammenhang mit einer Transition stehen. In der Klage gegen diese politische Entscheidung vertritt Chase die Rechte Tausender betroffener Transpersonen – und seine eigenen, denn Chase ist selbst Transmann. Im Verlauf des Prozesses muss er nicht nur auf der juristischen Bühne brillieren, sondern sich auch mit der reißerischen Medienberichterstattung auseinandersetzen, in der die hochexplosive Mischung aus Vorurteilen, Hass und populistischer Desinformation die öffentliche Meinung zu beeinflussen versucht und die Stimmung immer weiter aufheizt.

HEIGHTENED SCRUTINITY bezeichnet im US-amerikanischen Rechtswesen einen besonders sorgfältigen Prüfungsstandard, der von den Gerichten anzuwenden ist, wenn die Verfassungsmäßigkeit von Gesetzen zu klären ist, die an persönliche Merkmalen wie ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht oder Religion anknüpfen. Sam Feders mitreißender Film ist eigentlich eine Dokumentation, präsentiert sich aber als packendes Gerichtsdrama in bester Tradition des Genres. Spannend wie ein Krimi begleitet er Chase Strangio durch alle Etappen des Prozesses.

Präsentiert von:  Andersraum

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

HUNKY JESUS

Jennifer M. Kroot, USA 2026, 85 Minuten

Englisch mit deutschen Untertiteln

► Montag, 26. Oktober 2026, 22:00 Uhr

Die „Schwestern der Perpetuellen Indulgenz“, eine weltweit agierende Gruppe queerer Aktivisten, kombinieren in öffentlichen Performances Drag-Elemente und satirisch nachempfundene Symbole religiöser Schwesternorden. Sie bezeichnen sich selbst als queere Nonnen des 21. Jahrhunderts. Die Mitglieder engagieren sich in der Art klassischer Nonnenorden für die Akzeptanz und Inklusion diverser Lebensentwürfe, für HIV- und AIDS-Prävention, und sie sammeln Geld für lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Projekte und Gruppen.


Jedes Jahr an Ostern richten die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz in San Francisco einen ganz besonderen Schönheitswettbewerb aus, den „Hunky Jesus / Foxy Mary” Wettbewerb. Per Pubikumsakklamation werden die Preisträger ermittelt, wobei nicht immer der bestaussehende Jesus oder die überzeugendste Mary gewinnt – oft ist es die Person mit der besten Geschichte. Das Event unterhält auch mit seiner schonungslosen Moderation und das manchmal doch recht wilde Beiprogramm. Der lustvoll erzählte Dokumentarfilm nimmt keine Rücksicht auf religiöse Gefühle und zeigt das pralle Leben der LGBTQ+-Community in San Francisco.

Präsentiert von:  SQIMIT

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

JACOB DE HAAN:

A VOICE OUT OF TIME

Zvi Landsman, Israel 2024, 72 Minuten

Hebräisch/Englisch/Jiddisch/Niederländisch mit deutschen Untertiteln

► Mittwoch, 28. Oktober 2026, 18:00 Uhr im Hofsaal

Jacob Israël de Haan (1881–1924) war Schriftsteller, Rechtsanwalt, Lehrer, Diplomat, Journalist – und überdies schwuler Pionier und politischer Aktivist. Er wuchs als Sohn eines jüdischen Kantors in den Niederlanden auf und veröffentlichte 1904 den ersten Roman überhaupt in niederländischer Sprache über schwules Leben und Begehren. Einer Rückbesinnung auf die Religion folgte 1919 die Emigration nach Palästina, wo Jacob de Haan sich erst in der zionistischen Bewegung engagierte, dann jedoch Sprecher der orthodoxen Gemeinschaft wurde und für die friedliche jüdisch-arabische Koexistenz eintrat, bis er 1924 einem politisch motivierten Mordanschlag zum Opfer fiel.

Die neue Doku von Regisseur Zvi Landsman taucht tief ein ins Spannungsfeld zwischen queerem Lebensentwurf und religiöser Hinwendung, hier unter spannendem historischen Blickwinkel. Die Gedichte und Texte von Jacob de Haan, die teils von brennender Aktualität sind, stehen aktuellen Filmaufnahmen gegenüber, die die gewaltigen Spannungen in der israelischen Gesellschaft illustrieren.

Präsentiert von:  Keshet Deutschland

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

QUIR

Nicola Bellucci, Schweiz 2025, 105 Minuten

Italienisch/Englisch mit deutschen Untertiteln

► Freitag, 23. Oktober 2026, 15:00 Uhr

Mit fast 50 Jahren Beziehung dürften Massimo und Gino eines der schwulen Paare in Italien sein, die am längsten zusammen sind. Vielleicht liegt das am Job: Als Schneider und Betreiber eines kleinen Lederwarengeschäfts im Herzen von Palermo sind sie gewohnt, robustes Material zu wunderschönen Dingen zusammenzufügen. Ihr Laden ist zugleich ihre Werkstatt wie auch der Treffpunkt der lokalen LGBTIQ+-Community: Hier holt man sich außergewöhnliche Taschen, gerne auch mal das ein oder andere maßgeschneiderte Kleidungsstück, es gibt Klatsch und Tratsch aus dem Viertel und vor allem Rat und Tat von den beiden hinreißenden Werkstattinhabern und ARCIGAY-Aktivisten.


Der Dokumentarfilm des Schweizer Regisseurs Nicola Bellucci macht beim Betrachten schockverliebt: Mit seinen bunten Farben, gleichermaßen liebenswerten wie schillernden Charakteren und dem ganzen Charme der gar-nicht-mal-so-kleinen queeren Community im rauen Klima Palermos nimmt das Porträt der beiden Protagonisten einen sofort gefangen und lässt nicht mehr los. Man möchte sich sofort nach Sizilien aufmachen, um Teil dieser wunderbaren Community zu sein! QUIR wurde beim Slovenian LGBTQ Film Festival mit dem Pink Dragon ausgezeichnet. Verdient!

Präsentiert von:  MD Grossküchen Technik & Service

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

THE DANCER

Lacey Uhlemeyer, USA/Niederlande 2025, 90 Minuten

Englisch/Arabisch mit deutschen Untertiteln 

► Samstag, 24. Oktober 2026, 17:30 Uhr

Der gebürtige Syrer Ahmad Joudeh wächst in einem palästinensischen Flüchtlingslager in Damaskus auf. Bereits als Kind ist er begeistert vom Tanzen, doch das ruft den Zorn seines Vaters hervor. Er will dem Sohn seine Liebe zum Tanz mit aller Gewalt austreiben. Hinzu kommt die Bedrohung durch den IS. Ahmad indes lässt sich nicht beirren und hält an seinem Traum, einmal ein berühmter Tänzer zu werden, fest. Mit dem Tanz als starker Ausdrucksform will er gegen die Gewalt und den Terror in seiner Heimat vorgehen.

Allen Widrigkeiten zum Trotz zahlen sich seine Disziplin und sein starker Wille aus. Er findet Zuflucht in den Niederlanden und wird Mitglied des niederländischen Nationalballetts. Seine Bekanntheit nutzt er als UNHCR- und LGBTQI+-Botschafter, um für Toleranz und gegen Diskriminierung jedweder Art Position zu beziehen.

THE DANCER ist eine großartige Dokumentation über einen charismatischen, zutiefst empathischen und inspirierenden Künstler von Weltruf. Der Film porträtiert den ersten zertifizierten Ballettmeister mit arabischen Wurzeln, der viele junge Schüler*innen für den Tanz begeistert und davon träumt, eine neue Generation von Tänzer*innen in Syrien aufzubauen.

Präsentiert von:  Ballett Gesellschaft Hannover e.V.

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

TRY IT - EINE FLINTA SKATE DOKU

Celine Schaefer, Deutschland 2025, 45 Minuten

Deutsche Originalfassung 

► Donnerstag, 29. Oktober 2026, 16:00 Uhr

Die Doku „TRY IT – eine FLINTA Skate Doku“ von Celine Schaefer begleitet die FLINTA*-Skateszene in Hannover und gibt Einblicke in eine Community, die von Zusammenhalt, Empowerment und der Freude am Ausprobieren geprägt ist. Der 45-minütige Dokumentarfilm zeigt selbstbewusste junge Frauen mit ihrer Leidenschaft zum Skateboard und beleuchtet einen wachsenden sozialen Raum, der sich stark in Hannover verankert hat und sich immer weiter entwickelt.

Im Mittelpunkt stehen die beiden FLINTA*-Skatingcamps der Stadt sowie die Menschen, die Skateboarding als Ort für Begegnung, Selbstermächtigung und gegenseitige Unterstützung gestalten. Der Film zeigt, wie Skateboarding aus FLINTA*-Perspektive erlebt wird, macht bestehende Ungleichheiten sichtbar und erzählt von Mut, Gemeinschaft und dem Schaffen sicherer Räume. FLINTA*-Personen erobern sich selbstbewusst ihre Räume und leben ihren Lifestyle auf Hannovers Plätzen und Straßen aus. Das Gleis D – Skaterhalle Hannover hat diese Entwicklung aufgegriffen und gestaltet seit 2026 spezielle Skateangebote für FLINTA*-Personen.

Im Anschluss an die Filmvorführung gibt es ein moderiertes Q&A mit den „Macher*innen“ des Dokumentarfilms. Hierbei kann das Thema „FLINTA*-Personen im Sport als Spieler*innen, Fans, im Verein oder selbstorganisiert auf dem Skaterplatz“ im Mittelpunkt stehen.

Präsentiert von:  VHS Hannover & Skate Kollektiv Hannover

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.

WITH MY OPEN LUNGS

Yana Sad, Deutschland 2024, 87 Minuten

Russisch mit englischen Untertiteln

► Mittwoch, 28. Oktober 2026, 20:00 Uhr im Hofsaal

Die „Schwestern der Perpetuellen Indulgenz“, eine weltweit agierende Gruppe queerer Aktivisten, kombinieren in öffentlichen Performances Drag-Elemente und satirisch nachempfundene Symbole religiöser Schwesternorden. Sie bezeichnen sich selbst als queere Nonnen des 21. Jahrhunderts. Die Mitglieder engagieren sich in der Art klassischer Nonnenorden für die Akzeptanz und Inklusion diverser Lebensentwürfe, für HIV- und AIDS-Prävention, und sie sammeln Geld für lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Projekte und Gruppen.


Jedes Jahr an Ostern richten die Schwestern der Perpetuellen Indulgenz in San Francisco einen ganz besonderen Schönheitswettbewerb aus, den „Hunky Jesus / Foxy Mary” Wettbewerb. Per Pubikumsakklamation werden die Preisträger ermittelt, wobei nicht immer der bestaussehende Jesus oder die überzeugendste Mary gewinnt – oft ist es die Person mit der besten Geschichte. Das Event unterhält auch mit seiner schonungslosen Moderation und das manchmal doch recht wilde Beiprogramm. Der lustvoll erzählte Dokumentarfilm nimmt keine Rücksicht auf religiöse Gefühle und zeigt das pralle Leben der LGBTQ+-Community in San Francisco.

Präsentiert von:  Queeres Netzwerk Niedersachsen

Person mit Gesichtsbemalung und Zöpfen, Hut und gemusterter Weste, im Freien mit Lichterketten.
Avant-Drag! Filmplakat: Neun Drag-Performer vor einem roten Hintergrund mit schwarzen Spritzern. Fettgedruckter Text und Auszeichnungen.